Mieten statt kaufen

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Mieten statt kaufen

Message  odileD le Mer 20 Mai - 22:32

Liebe Germanophile,
Liebe Freunde,

längst werden nicht nur Autos, Fahrräder oder Werkzeuge geliehen, auch Musik, Gemüsebeete oder Online-Speicherplatz gibt es zur Miete. In vielen Städten sind Leihläden zu finden, wo Weihnachtsbäume, Kinderwagen oder Kunstwerke verliehen werden. Sogar ein Professor für Soziologie und Sozialpsychologie im Raum Köln kann für ein akademisches Gespräch, zum Beispiel bei einem Spaziergang oder einer Tasse Tee gemietet werden!
Kürzlich habe ich von einem neu gegründeten Online-Modegeschäft gehört, das Markenkleidung und Accessoires verleiht. Man braucht also die „Klamotten“ nicht mehr zu kaufen. Wenn die Kunden sie einmal oder mehrmals getragen haben, schicken sie die Kleidung und Accessoires an den Online-Shop zurück und sie erhalten dann eine neue Box mit anderen „Klamotten“ ihrer Wahl.
Dafür müssen die Kunden einen monatlichen Betrag bezahlen.
Ist das nicht auch eine gute Idee?
LG

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Re: Mieten statt kaufen

Message  HansK le Sam 23 Mai - 18:50

Hallo Odile,

Dein Beitrag ruft ins Bewusstsein, dass Leihen heute mehr und mehr zur Mode wird. Ich würde gerne etwas Genaueres über die statistische Entwicklung erfahren, also welchen Platz es in der gesamten wirtschaftlichen Tätigkeite einnimmt und welche Bereiche besonders betroffen sind.

Damit geht man wohl in die entgegengesetzte Richtung von der Wegwerfgesellschaft, aber für die konjunkturelle Entwicklung ist das Leihen wahrscheinlich nicht so zuträglich.

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Re: Mieten statt kaufen

Message  Guilaine le Sam 23 Mai - 19:57

Hallo Odile, Hans und alle,
Ich finde es sehr lustig, einen professor für eine spezielle Tätigkeit zu mieten.
Also, wenn ich spazierengehen will, rufe ich einen Sprachlehrer an, und wir uns unterhalten bei dem Spaziergang und iüben eine fremde Sprache.

Aber was mit den Gemüsebeeten ? Kann ich die Gemüse essen? Mieten ist nicht kaufen. Wir müssen die Sache zurückgeben, nicht war ?
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Re: Mieten statt kaufen

Message  MurielB le Sam 23 Mai - 22:34

Liebe Germanophile,
Liebe Freunde,Odile, Guilaine, Hans
Es erinnert mich an eine Sendung über Hochzeitskleidung , die ich gesehen habe. Wenn du ein schönes Hochzeitskleid tragen möchtest, das sehr teuer ist, hast du auch die Möglichkeit, eins aus zweiter Hand zu erwerben. Dann ist das schon getragene Kleid preisgünstiger. Damals sagte man, es würde Unglück bringen. Heute ist es aber nicht mehr so.


Dernière édition par MurielB le Mar 2 Juin - 17:04, édité 1 fois

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Re: Mieten statt kaufen

Message  odileD le Mar 2 Juin - 13:56

Liebe Germanophile,
Liebe Freunde,

Hans a écrit:Dein Beitrag ruft ins Bewusstsein, dass Leihen heute mehr und mehr zur Mode wird. Ich würde gerne etwas Genaueres über die statistische Entwicklung erfahren, also welchen Platz es in der gesamten wirtschaftlichen Tätigkeiten einnimmt und welche Bereiche besonders betroffen sind.

Damit geht man wohl in die entgegengesetzte Richtung von der Wegwerfgesellschaft, aber für die konjunkturelle Entwicklung ist das Leihen wahrscheinlich nicht so zuträglich.

@ Hans
Das Leihen von Gegenständen gegen einer geringen Gebühr oder der Austauch von Dientsleistungen unter Menschen hat schon immer existiert. Somit hat man sich unter Nachbarn in den Dörfern u. Kleinstädten gegenseitig helfen können. Nun hat diese Praxis dank des "Internets der Dinge" eine neue Dimension bekommen. Man spricht von einer Sharing-Economy. Inwiefern sie unsere kapitalistische Konsumkultur beeinflussen wird, ist noch nicht überschaubar. „Statista“ liefert uns Statistiken über die Entwicklung der Sharing-Economy in Deutschland. Dieses Portal ist jedoch kostenplichtig. Vielleicht gibt es andere. Ich habe nicht weiter recherchiert.
Es ist sicher, dass die neue Ökonomie des Teilens zu einer Revolution unserer Weltmarktwirtschaft führen wird.

Im folgenden Link werden zahlreiche zukunftweisende Aspekte hervorgehoben:

http://future.arte.tv/de/sharing-economy#article-anchor-20996

Unter punkt 2
Interview mit Jeremy Rifkin
unter Punkt 8
Sharing Economy - der Weg in eine neue Konsumkultur?
Jörg-Daniel Hissen, Autor der zweiteiligen Dokumentation "Sharing Economy", fasst das Phänomen und seine Auswirkungen zusammen. => weiterlesen
Unter Punkt 9 => eine anschauliche Tabelle
Disruption - Wenn Technologien die Wirtschaft revolutionieren

Mit großtem Interesse habe ich alle Punkte von 1 bis 15 gesehen bzw. gelesen. Lieber Hans, ich hoffen, dass sie hiermit Deine Fragen beanworten.

@ Guilaine
http://www.deutsche-startups.de/2013/09/09/trend-mieten-statt-besitzen/
Unter „Gemüse-Gärten“ => Wie es funktioniert.

Ich wünsche Euch gute Unterhaltung
LG

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Message  nicoleP le Mer 10 Juin - 17:22

Ich habe kürzlich im "Deutsch Perfekt" gelesen, man kann auch einen Vater mieten. Der Titel lautet so:" ein Vater zum Mieten". Worum handelt es sich? Viele Kinder haben heutzutage nur noch eine Mutter oder einen Vater. Viele alleinerziehende Mütter wünschen sich ein männliches Vorbild für ihren Sohn und jemanden, der mit ihm Fussball spielt. Sie suchen sich also männliche Babysitter. Diese kosten aber Geld ( ungefähr 15 Euro pro Stunde) Ein Berliner Verein macht es möglich, dass jedes Kind einen grossen Bruder oder eine grosse Schwester bekommt. Männer und Frauen kümmern sich dort als Paten um Jungen und Mädchen und zwar ehrenamtlich. Sie spielen mit ihnen oder hören ihnen zu. Der (oder die) Erwachsene und das Kind treffen sich regelmässig. Die meisten sind Männer und Jungen, was ein bischen ungewöhnlich ist, weil fast immer Frauen sich um Kinder kümmern.Ich finde das toll, dass immer mehr Männer Zeit und Lust dafür finden. Was meint ihr? Nicolep

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Re: Mieten statt kaufen

Message  Guilaine le Mer 10 Juin - 19:19

Was noch ? einen Vater mieten. Die neueste Idee für alleinerziehende Mütter, die ihrem Kind ein normales Leben gestalten wollen.
Wir wissen nicht, warum sie allein sind und können uns nur verschiedene Situationen vorstellen. Jedoch frage ich mich, ob diese Idee einen anderen Grund hat.
Ich erkläre es mir, wie folgt:
Heute werden immer mehr Sachen gemietet und jetzt auch Menschen.
Ist es nicht, weil die Leute frei bleiben und keine Verbindlichkeit eingehen wollen?

Man kann immer mehr beobachten, dass die Gegenwart sehr wichtig ist. Man will jetzt vom Leben profitieren und nicht an die Zukunft denken und überhaupt keine Verpflichtungen auf sich nehmen.



Dernière édition par Guilaine le Mar 23 Juin - 17:03, édité 1 fois
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Re: Mieten statt kaufen

Message  MurielB le Jeu 11 Juin - 21:34

Man kann mehr und mehr beobachten, dass die Gegenwart sehr wichtig ist. Man will profitieren jetzt und an der Zukunft nicht denken


Liebe Germanophile,
Liebe Freunde, Odile, Nicole, Guilaine Hans.
Es ist wahr. Die Leute wollen nicht an der Zukunft denken. "Nutze den Tag (carpe diem)" ist ihnen sehr wichtig.
 Ich glaube, daß die Leuten mehr und mehr mit einer zu kurzfristig orientierten Sichtweise leben.
ist mieten gut oder schlecht ? Ich weiss nicht aber es ist was  am besten zu den Mann von Heute passt

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Message  nicoleP le Dim 14 Juin - 14:24

Die heutige Welt ist so gefährlich und unsicher geworden. Wer weiss, was morgen geschehen wird? Aus diesem Grund vielleicht wollen die Menschen vom Leben profitieren und nicht zu sehr an die Zukunft denken.Was heisst aber "vom Leben profitieren"? keinen Zwang haben und nur an sich selber denken? Wir kennen nicht die Gründe, aus welchen Männer oder Frauen sich im Leben nicht weiter engagieren und allein bleiben. Es scheint ja eine allgemeine Tendenz zu sein. Trotzdem, wenn Kinder da sind, finde ich toll und grosszügig, dass junge Leute ihnen Zeit und Liebe ab und zu schenken. Es könnte gefährlich sein, würden einige erwidern. Es stimmt ja. Man muss aber nicht immer an das Übelste denken.

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Re: Mieten statt kaufen

Message  Guilaine le Mar 23 Juin - 22:36

Über dieses Thema, möchte ich zum Schluss meines Beitrags, auch einen wichtigen Punkt hinzufügen :

Mieten ermöglicht, sich vom Mietobjekt oder von der gemieteten Person nach Beendigung des Mietvertrags ohne weitere Verpflichtungen zu trennen. Nicht wahr ?
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Re: Mieten statt kaufen

Message  odileD le Mer 24 Juin - 11:06

Liebe Germanophile,
liebe Freunde,



Guilaine a écrit:Heute werden immer mehr Sachen gemietet und jetzt auch Menschen.

Nicht nur Väter kann eine alleinerziehende Mutter für ihr Kind mieten. Es existiert sogar eine größere Palette an Dienstleistungen, die man durch einen Mietvertrag mit einem Herrn oder einer Frau erwarten kannn. Ihr könnt Euch selbst welche ausdenken oder folgende Links öffnen:

http://www.fuersie.de/psychologie/partnerschaft/artikel/maenner-zum-mieten-nur-fuer-einen-abend
http://www.dermietmann.de/

Eine ältere Dame, die ich gut kenne, „mietet sich“ regelmäßig einen jungen Herrn, der sie im Haushalt unterstützt. Er erledigt den Einkauf für sie, kocht für sie, fährt sie zum Arzt oder zu ihrer Familie, begleitet sie auf Reisen und vor allem leistet er ihr Gesellschaft.
Da die alte Dame zahlungskräftig ist, ist das hier eine ideale Lösung für die beiden. Der junge Mann freut sich, etwas Geld dabei zu verdienen und ihr wird geholfen.

Hat das mit „nicht an die Zukunft denken“ zu tun?


Ich kenne einen weiteren Fall: ein älterer Herr im Altersheim hatte keine Nachkommen und fühlte sich sehr einsam. Er bat eine Dame, ihn zweimal in der Woche zu besuchen. Als Gegenleistung ernannte er sie testamentarisch zur Alleinerbin. Die Dame besuchte ihn also regelmäßig. Schließlich heirateten sie. Als der alte Herr starb, erbte seine jüngere Frau sein ganzes Vermögen und konnte sogar eine Witwenrente beziehen. So wurde der Deal wie eine Miete auf Lebenszeit erfolgreich abgewickelt.

Hatte das mit „nicht an die Zukunft denken“ zu tun?

Guilaine a écrit:Mieten ermöglicht, sich vom Mietobjekt oder von der gemieteten Person nach Beendigung des Mietvertrags ohne weitere Verpflichtungen zu trennen. Nicht wahr ?
Das stimmt genau!
In diesem Kapitel „Mieten statt Kaufen“ geht es um die „Sharing Economy“. Wo es damals galt, sich Sachen fürs Leben anzuschaffen, entwickelt sich der Trend dank des „Internets der Dinge“, sich Sachen (oder Menschen) kurz- oder langfristig zu mieten. Man gibt sie wieder ab, sobald man sie nicht mehr braucht. Sie liegen nicht mehr ungenutzt herum. Es ist eine Art, Güter, Gegenstände oder Sachen für den augenblicklichen Bedarf zu nutzen oder zu konsumieren. Das finde ich gut und auch praktisch. Von diesem Austausch auf Mietbasis kann jeder profitieren.
Man spricht von einer demokratischen Teilung oder besser gesagt von der Demokratisierung des Wirtschaftslebens.
Unter diesem Aspekt „Mieten statt kaufen“  kann ich nicht verstehen, warum man nunmehr nicht an die Zukunft denken sollte?
Was hat das damit zu tun?
LG

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Re: Mieten statt kaufen

Message  MurielB le Mer 8 Juil - 9:29

Liebe Germanophile,
Liebe Freunde,
vielleicht können sie diese link gucken. Was denken sie daran ?
http://www.cafe-polyglotte.com/t4763-l-amour-collaboratif#32222

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