Was ist typisch deutsch?

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Was ist typisch deutsch? - Der Bürgersinn in Deutschland

Message  odileD le Jeu 20 Sep - 15:58

Damals und wie sieht es heute aus?

Mit Erstaunen habe ich in Deutschland immer wieder beobachten können, wie respektvoll man sich gegenüber Mitmenschen verhält. In den Geschäften, in öffentlichen Gebäuden, am Bahnhof, in der Post, usw. stellt man sich brav an und wartet geduldig in der Schlange, bis man an der Reihe ist. In Frankreich dagegen macht man einen Sport daraus, sich vorzudrängeln, um die ersten Plätzen zu ergattern.
Auch Im Straßenverkehr werden die Regeln fast immer beachtet. An der Kreuzung wartet ein Fußgänger, bis das rote Männlein auf Grün schaltet und begibt sich erst dann auf die andere Straßenseite. Hingegen meint der Franzose, die Ampel sei zwar für die Allgemeinheit da, gelte aber nicht für ihn persönlich. So geht er unbeschwert über die Straße ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob er nicht den Verkehr beeinträchtigt.
Verkehrsünder und Schwarzfahrer gibt es auch hier in diesem Lande, aber ich habe den Eindruck, dass, einmal ertappt, der deutsche Bürger sein Fehlverhalten „reumütig“ gesteht und seine Strafe bezahlt. Er hat einen dummen Fehler gemacht, ist dabei erwischt worden, hat also Pech gehabt. Nicht gegenüber der öffentlichen Autorität hat er sich strafbar gemacht, sondern gegenüber seinen Mitmenschen. In Frankreich fühlt man sich in solchen Fällen eher als Opfer der öffentlichen Autorität, und man versucht mit allen Mitteln, sich seiner Strafe zu entziehen. Die Strafe ist ungerecht, sei es, wie es sei.
Ebenso hat mich erstaunt zu sehen, wie der Umgang der Menschen in Deutschland untereinander ist. Jeder fühlt sich für jeden verantwortlich. Nicht selten bekommt man auf dem Spielplatz Hinweise von anderen Müttern oder Großeltern, wie man die Spielgeräte am besten bedient, oder man wird ermahnt: [i]„Ihr Kind ist noch zu klein, um auf die Rutsche zu gehen.“ Oder: „Es ist ganz schön windig. Ziehen Sie Ihrem Kind besser eine Jacke an?" Man bekommt auch manchmal erzieherische Anweisungen: Man sollte doch das Laub im Herbst vor der Haustür wegfegen, das würde manche Rutschpartie vermeiden. "Passen Sie mal auf, junge Frau, wenn Sie so Ihren Wagen parken, werden Sie den Verkehr beeinträchtigen. Fahrradfahren dürfen Sie wohl, aber auf der anderen Straßenseite befindet sich ein Fahrradweg. Hier ist bloß der Bürgersteig". "Das Buch ist leider vergriffen. Sie hätten es viel früher bestellen sollen".
Ich dachte am Anfang meines Aufenthalts in Deutschland, dass dieses Volk einen übertriebenen Sinn für Ordnung und Disziplin habe und fand alle diese „Einmischungen“ in mein Privatleben ziemlich unmöglich. Wenig später habe ich verstanden, dass dieses Verhalten aus einem gewissen „Bürgersinn“ entspringt. Man versucht einfach, das Gemeinwohl zu bewahren. Man engagiert sich für die Gemeinschaft und übernimmt Verantwortung für sie.

"Das klingt sehr schön!", wird mir jemand sagen und prompt hinzufügen:"Stimmt das wirklich?"
Vielleicht nicht mehr ganz. Ich muss gestehen, dass die deutsche Gesellschaft sich im Laufe der letzten 20 Jahre gewandelt hat. Das Verhalten vieler Zeitgenossen hat sich verschlechtert. Heute ist sie sogar gegen die Gemeinschaft gerichtet. Warum dieses Phänomen?



Ich bin gespannt auf Eure Meinung!

Bis bald und viele Grüße


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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Re: Was ist typisch deutsch?

Message  MurielB le Ven 21 Sep - 22:11

Danke Odile für analysieren das Land wo du lange gewohnt hast. Es ist war dass Frankreich und Deutschland Mentalität ist verwandelt . Ich muss ein bisschen überlegen and später schreiben.

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Re: Was ist typisch deutsch?

Message  MurielB le Mar 2 Oct - 22:44

Liebe Germanophile des Polyglott-Cafes! Liebe Odile!

Am 23 September, waren wir in England bei unserem Sohn. In England habe ich auch beobachtet wie respektvoll man sich gegenüber

Mitmenschen verhält. Vielleicht nur die Fransozen ein schlechtes Benehmen haben ! Ich bin dennoch traurig zu wissen dass die Deutschen


nicht mehr ganz sind.Sad Sad

Individualismus ist überall , vor allem unter den Jugenden.


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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Re: Was ist typisch deutsch?

Message  Guilaine le Mer 3 Oct - 15:57

Liebe Odile,

Ich habe mich noch nicht bedankt für deine Antwort zu meinen Fragen auf den Unterschied zwischen "Lied" und "Schlager". Ich habe jetzt deine letzte Beiträge gelesen und ich freue mich, daß du so viel Zeit nimmst, um das Forum sehr lebendig zu machen.
Dank deinen Erklärungen lernen wir viel, und sind glücklich, daß du uns gerne mit deiner guten deutschen "prosa" beschenkst.

Außerdem, das Lesen und Denken an deine Artikel uns ermütigt, die Themen zu vertiefen.

Der Artikel vom 20.09 "Der Bürgersinn in D." was auch sehr interessant. Du hast mit eigener Erfahrung deines Lebens in D. authentische Beispiele erzählt.
Es ist wirklich Schade, daß in der letzten Jahre wandelt sich und verschlechtert sich die deutsche Gesellschaft.
Leider ist es überall so.
Jeden Tag, hören wir die Französischen Nachrite zu, um die gewaltigen Schaden und sogar Verbrechen und Mordtaten der Französischen Gesellschaft zu wiegen, besonders unter der junger Generation : auf der Straße, in Gymnasium, usw.

Doch müssen wir nicht Unseren Optimismus verlassen, und die schönsten Seiten des Lebens achten.

Bis bald !
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Message  odileD le Lun 8 Oct - 21:53

Ja, Guilaine, es ist leider überall so………..

Aggressionen, Flegeleien, Unverschämtheiten gehören leider zum Alltag, in Bahnen und Bussen, im Flugzeug, auf Straßen und Plätzen.
Aber warum verhalten sich die Menschen so? Warum sind sie so rücksichtlos? und gibt es noch im Alltag Beispiele, die das Gegenteil belegen?

UlrikeB, eine Bekannte von mir, hat als Beitrag zu diesem Thema folgendes geschrieben, die ich mit ihrer Zustimmung an Euch weiterleite.

Viel Spaß beim Lesen!

OdileD

Ja, es gibt tatsächlich eine deutlich erkennbare Negativentwicklung in unserer Gesellschaft.
Man muss sich die Frage stellen, wie jeder von uns dieser entgegenwirken könnte.
Ein originelles Beispiel für "aktives Gegensteuern " lieferte vor einiger Zeit eine gute Bekannte:
Als Berufspendlerin ist ihr wichtig, die Zeit im Zug sinnvoll zu nutzen und so vertreibt sie sie sich mit interessanter Lektüre.
An einem Tag jedoch fühlte sie sich gestört von dem ununterbrochenen und lautstarken Telefonieren eines Mitreisenden.
Nachdem dieser weder auf vorwurfsvolle Blicke noch auf ungeduldiges Räuspern reagierte, griff meine Bekannte zur Selbsthilfe.
Sie hob ihr Buch etwas höher und begann laut und für jedermann hörbar zu lesen.
Völlig irritiert und doch ganz nachdrücklich wollte der "Lauttelefonierer" nun wissen, was dieses Verhalten denn solle.
"Mich stört es gar nicht, wenn sie die ganze Zeit laut telefonieren. Also gehe ich davon aus, dass es Sie nicht stört, wenn ich laut vorlese!!!
Tatsächlich war der junge Mann nun um eine Antwort verlegen. Den Rest der Fahrt hat er aber nicht mehr telefoniert.

liebe Grüsse
UlrikeB



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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Re: Was ist typisch deutsch?

Message  MurielB le Sam 13 Oct - 22:14

Liebe Germanophile des Polyglott-Cafes

"Entspannt und bequem reisen" ist der Schlagwortgan der Deutschen Bahn? Darf ich im Zug telefonieren ? natürlich nicht.Die Dieutschen jedoch sind normalerweise pflichtbewusst und diszipiniert. Es ist wichtig Sie daran zu erinnern WinkWinkWink

Danke Odile für dein interesantes Beispiel


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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Re: Was ist typisch deutsch?

Message  Guilaine le Mar 16 Oct - 13:24

Ich habe auch die Geschichte von UlrikeB mit Spass gelesen und ich glaube Ihre Bekannte war sehr listig, diesen im Zug Lauttelefonierer so nachdrücklich entgegenzuwirken. Es war eine kluge Rückwirkung und muss auch den anderen Mitreisenden gefallen haben. Ich frage mich, ob ich so eine Rückwirkungn wagen würde... Aber es ist sicher, dass eine gute Lektion für den Störer ist !!! Laughing
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Message  coldfusion le Ven 26 Oct - 19:02

Was typisch Deutsch ist ... Ich weiss nicht, was man darüber sagen kann, sondern vielleicht ihre Pünktlichheit und Pragmatismus. Ein bisschen zu viel meiner Meinung nach. Es gibt einen Witz darüber : Jeder Mann in Deutschland hat eine Uhr, aber keine Zeit.
Ich habe in einer WG gewohnt und mein Hauptmieter ist ein echter Pingelskrämer aber sehr sympathisch. Wir haben viel gelacht über unser eigenen Tick.
Ich sollte nur behaupten: Dirndl und Bier sind beide typisch Deutsch....

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Message  MarineL le Dim 28 Oct - 15:16

Hallo !

Ich lebe in Polen, aber mit Leute aus Deutschland. Und sie essen gar nicht wie ich.
Und auch sie machen so ein " cocktail " : Fanta + Coca-Cola. Es existiert in Kneipe, dort ( in Deutschland ).

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Message  MurielB le Dim 7 Avr - 21:59

Hallo Odile, Guilaine, Kate, Jill, Marine, Coldfusion, Colchique, Charline und die Germanophile des Polyglott-Cafes,
Ich habe gerade ein Artikle in "voie expresse Allemand" gelesen. " Warum bleiben immer mehr Paare Kinderlos"
. Es ist eine nationale Katastrophe! Was wird in den kommenden Jahren? Jedermann weiss, dass die Frage, ob man kinder bekommt oder nicht, hauptsäschlich ein Geldprobleme ist. Sobald Frauen die Wahl haben enscheiden sie sich fur ihre Karriere. Es ist typisch Deutsch. In Frankreich ist das Soziale System nämlich viel kinderfreudlicher.
Was halten Sie davon?


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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Re: Was ist typisch deutsch?

Message  odileD le Mar 9 Avr - 23:13

Hallo Muriel, Guilaine, Kate, Jill, Marine, Coldfusion, Colchique, Charline und die Germanophile des Polyglott-Cafes!

In ganz Europa ist die Geburtenrate gering. Deutschland liegt auf den hinteren Plätzen mit 1,39 Kindern. Mit 2,01 Kindern ist die Geburtenrate in Frankreich auch niedrig, obwohl dieses Land als familienfreundlich gilt. In Deutschland dagegen bleiben immer mehr Paare kinderlos oder entscheiden sich für gerade mal ein Kind, höchstens für zwei, damit das eine Kind nicht allein aufwächst. Auf den ersten Blick meint man, dass die jetzige Generation in Deutschland kinderfeindlich, wenn nicht sogar egoistisch ist. Kinder zu haben bedeutet Verzicht auf Selbstverwirklichung, die allein schon mit viel Zeit- und Energieaufwand zu einer Lebensqualität führen soll. In Deutschland steht man vor einer existentiellen Frage: Wie gelingt es mir, Zeit für mich selbst aber auch für meine Kinder zu haben?
Dies scheint sehr schwierig zu sein, wenn nicht sogar unmöglich, weil man sich seiner Pflichten den Kindern gegenüber sehr bewusst ist. Vielleicht ist das auch typisch deutsch. Man legt großen Wert auf die Kindererziehung, und man sollte möglichst viel Zeit mit seinem Kind bzw. seinen Kindern verbringen. Darüber hinaus lebt man – in den alten Bundesländern ist das vor allem ausgeprägt - in einem Wertesystem, das die Erziehung im Schoße der Familie vorzieht. Das ist auch der Grund, warum es an Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder fehlt und ein Elternteil zwangsläufig mehrere Jahre auf seine volle Erwerbtätigkeit verzichten muss. In den ersten Monaten/Jahren bleiben die meisten Kinder entweder bei dem Vater oder bei der Mutter zu Hause (Elternschaftsurlaub, Beurlaubung). Die Betreuung durch eine Krippe oder eine Tagesmutter ist nur bedingt oder schwer zu realisieren. Ab drei Jahren können die Kinder einen staatlichen Kindergarten besuchen, doch dort oft bis zum Mittag. In der Regel sind es nur wenige Kinder, die vor Ort zu Mittag essen und unter Aufsicht noch länger bleiben. Ab 6 Jahren werden sie eingeschult. In den Nachmittagsstunden findet kein Unterricht statt. Eine Hausaufgabenbetreuung wird jedoch für die Kinder angeboten, die später heimkehren.
Die Familienpolitik der Bundesregierung hat erste Schritte unternommen, um die Betreuung in den Kindergärten und Grundschulen um ein paar Stunden zu verlängern.
Sie steht vor großen Problemen, weil die dafür notwendigen Einrichtungen enorme Investitionen auslösen würden (Kantine, Personal, usw.). Unter diesen Umständen wissen die Paare nicht, wie sie Kindererziehung und Berufsleben unter einen Hut bringen können. Nicht nur die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft steht im Vordergrund, sondern auch die fehlende gesellschaftliche Anerkennung für berufstätige Mütter. Die Bedürfnisse der Kinder und gleichzeitig die der Eltern zu erfüllen, ist fast unmöglich. So verzichten viele Paare lieber auf Kinder, weil es für sie einen Einschnitt und zudem noch eine große finanzielle Einbuße bedeutet, speziell für die Frauen, die ein erfolgreiches Studium abgeschlossen haben und auf eine Karriere nicht unbedingt verzichten wollen. Andererseits stellt man fest, dass immer mehr Paare den Kinderwunsch um einige Jahre verschieben, weil beide das Leben zu zweit voll genießen möchten und die berufliche Zukunft auch nicht mehr so sicher ist.
In Frankreich ist die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit besser.

odileD

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Message  Guilaine le Mer 10 Avr - 17:50

Hallo Odile,

Ja sicher, ich glaube, die vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit ist leichter in Frankreich, zuerst weil die Kinder nachmittags in der Schule bleiben. Mittags können sie in der Kantine essen, und abends gibt es auch innere Einrichtungen, um die Kinder zu bewahren. Manchmal gibt es dazu Hilfe zu ihren Aufgaben.
Es bedeutet, dass ein Kind ab 3 Jahre, von 8 morgens bis 6-6.30 abends, bei der Schule besorgt werden kann. Das findet statt 4 Mal pro Woche im Kindergarten und in der Grundschule.
So ist es bei einer meiner Tochter, die eine gute Arbeit hat, mit Reisen im Ausland !
Mittwochs, kummert sich der Vater um den Älteste, er hat dafür eine 80% Arbeitzeit bekommt. Und die kleine wird bei der Pflegemutter besorgt,

Der zweite Punkt in Betracht zu ziehen es die Lebensuhr der Frauen. Sie können nicht den Kinderwunsch zu lange verschieben.

Es gibt also keine befriedigende Lösung, und die Franzosen die mehrere Kinder wünschen nur versuchen, die Erziehung ihrer Kinder
auszuführen, ohne auf ihre Selbstverwicklichung zu verzichten, i.e. ihr Berufsleben, ihr Sozialleben, usw.

Ob es ihr gelingt, weiss ich nicht; Die Zukunft wird es uns sagen. confused
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Message  nicoleP le Ven 12 Avr - 22:09

Hallo Odile und die Germanophile des Polyglott-Cafés,
Früher war das so: Kinder zu bekommen bedeutete "Selbstverwirklichung". Eine Frau war eine "gute Mutter", wenn sie viele Kinder hatte.(Ich gehöre einer Familie mit 8 Geschwistern). Fast immer verzichteten die Frauen auf ihre Arbeit.
Heute sieht es ganz anders aus. Frauen und Männer, die ein erfolgreiches Studium abgeschlossen haben, sind nicht bereit auf eine Karriere zu verzichten. Wenn man sich für Kinder entscheidet, soll man möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen. Das Hauptproblem in Deutschland liegt in der schwierigen Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft. Nur jedes fünfte Kind unter 3 Jahren haben aktuell einen Betreuungsplatz. 80 Prozent der Eltern wünschen sich einen Krippenplatz für ihr Kind. Ausserdem gilt immer noch in Deutschland das starke Bild, dass 'gute Mütter" zu Hause bei den Kindern bleiben müssten. Kein Wunder, dass Kinder zu bekommen immer unpopulärer wird. Beruf, Freundschaften, Hobbys sind vielen Deutschen wichtiger. Zudem verursacht die Kindererziehung finanzielle Einbusse. Viele können es sich heute nicht leisten. Folge davon: Deutschland wird als das Land der Alten betrachtet. Die Zahl der älteren Menschen wird immer grösser. Immer weniger arbeitende Menschen müssen immer mehr Rentner finanzieren.
Wie ist es nun in Frankreich? Die Familienpolitik bietet bis heute manche Vorteile. Alle Familien bekommen Kindergeld, es sind mehr Kindergärten und auch Ganztagschulen. In einigen grossen Betrieben gibt es mehr Flexibilität der Arbeitgeber für junge Eltern. Die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit scheint also besser zu sein als in Deutschland. Aber, weil die Eltern so viel arbeiten und meistens abwesend von zu Hause sind, kann man sich die Frage stellen: Wer leidet darunter? das Kind natürlich, das den ganzen Tag mit der Pflegemutter bleibt oder im Kindergarten sitzt und mit seinen Eltern wenig Zeit verbringt. Das Kind braucht seine Eltern. Kein Wunder, dass es am Abend schreit und weint und nicht schlafen gehen will.
Kinder zu haben fordert dass man zuerst an sie denkt, sich um sie kümmert, Zeit mit ihnen verbringt. Wenn die Karriere wichtiger als das Familienleben ist, ist es besser kinderlos zu bleiben.(haben die Deutschen doch Recht?) Kinder zu erziehen ist ein Beruf- heutzutage kein einfacher Beruf- der vom Staat und von der Gesellschaft anerkannt werden sollte. nicolep

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Message  MurielB le Lun 22 Avr - 21:54

Hallo Odile, Nicole Guilaine und die Germanophile des Polyglott-Cafés
In Deutschland sind die leute offen. Die Frauen müssen wählen : arbeiten oder sich um die Kinder kümmern. In Deutschland muss man als Mutter immer ausgeglichen, hilfsbereit, geduldig sein. Mit einem Wort: perfekt.
Es ist sehr anstrengend so arbeitet liebe die Mutter.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article112082766/Was-Frauen-in-Deutschland-abhaelt-Mutter-zu-werden.html
Eine Studie erklärt, warum viele Deutsche kinderlos bleiben. Viele befürchten, eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden – oder dem gesellschaftlichen Ideal. Der Stellenwert von Kindern ändert sich.

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Message  odileD le Dim 26 Mai - 17:37

Heute ist Muttertag in Frankreich. In Deutschland ist er schon seit 2 Wochen vorbei und jedes Jahr..... Ich leite folgenden Artikel aus der Zeitung an Euch weiter. Der Autor hat mir aus der Seele gesprochen! Danke für Eure Kommentare!

Bleibt stehen und klatscht einfach Beifall
VON KLAUS KELLE - zuletzt aktualisiert: 09.05.2013

Am Sonntag ist Muttertag. Für einen Tag tut diese Gesellschaft dann so, als fände sie die Leistung der Mütter ganz toll. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus.

Wenn am Samstagabend Männer Blumen in der Garage verstecken und Kinder Servietten für den kommenden Morgen bereitlegen, wissen wir: Es ist Muttertag. Einmal im Jahr ehren wir die Mütter, lassen sie ausschlafen und decken den Tisch.

Im Rest des Jahres drängt diese Gesellschaft Mütter ins Abseits. Massiv benachteiligt werden sie bei der Rente in einem System, das sich nur an Erwerbstätigkeit ausrichtet und in dem Mutterliebe nicht vorkommt. Mütter, die ihre Kinder erziehen, bekommen kein Gehalt. Sind sie verheiratet und der Mann haut ab, werden sie beim Unterhalt schlechtgestellt. Eine Mutter, die gern Mutter ist und sich darum kümmert, ihre Kinder zu ordentlichen Menschen zu erziehen, interessiert weder "Frauenbewegung" noch Politik. Und wenn Mütter gar mit ihrem Leben glücklich sind, ist es ganz schlimm – der Horror für die Schwarzers, Süssmuths und von der Leyens, die uns einreden, dass eine Frau nur glücklich ist, wenn sie ihre Kinder nach der Geburt schnell in die Betreuung gibt und der Wirtschaft zur Verfügung steht.

Ich finde beruflich erfolgreiche Frauen toll. Schön, dass so viele in Politik, Wirtschaft und Medien oben mitmischen. Mir geht es darum, dass jeder Mensch selbst seinen Weg zu einem glücklichen Leben wählen darf. Zwei Drittel der Eltern in Deutschland erziehen ihre Kinder in den ersten drei Jahren zu Hause. Die große Mehrheit tut dies mit Hingabe und Liebe, bei Verzicht auf Freizeit und Konsum. Sie leisten einen unschätzbaren Wert für diese Gesellschaft. Aber wenn es darum geht, was sie später an Rente haben, dann stehen diese Frauen, die mit ihren Kindern das System am Leben halten, ganz hinten. Schlimmer noch, sie müssen sich von arroganten Vertretern der Politikerzunft und von der Feminismus-Industrie als "Heimchen am Herd" verhöhnen lassen. Und während dieser Staat jeden Krippenplatz monatlich mit rund 1100 Euro subventioniert, billigt man Müttern, die selbst erziehen, lumpige 150 Euro zu.

Das nennen manche gutverdienende Politiker dann "Herdprämie". Was für eine Frechheit, was für eine Arroganz gegenüber all den Frauen, die auf vieles verzichten und ihre Kinder aus freiem Entschluss in den Mittelpunkt des eigenen Lebens stellen.

Jeder Tag sollte in Deutschland ein Muttertag sein. Zahlt ihnen ein vernünftiges Gehalt! Sorgt dafür, dass sie im Alter keine Sorgen haben müssen! Und wenn euch irgendwo auf dem Gehweg eine Frau mit Kinderwagen entgegenkommt, bleibt stehen und klatscht Beifall. Für die wunderbaren Frauen, die heutzutage noch Kinder zur Welt bringen.

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Message  MurielB le Mer 5 Juin - 9:25

Im Rest des Jahres drängt diese Gesellschaft Mütter ins Abseits
Hallo Odile, Nicole Guilaine Colchique Katy Jill Charline und die Germanophile des Polyglott-Cafés
Es ist wahr aber es gibt zu denken. Ich brauche mehr Zeit. Unterdessen ist hier ein shönes Lied. Für Jemanden ist eine Mutter so wichtig ! ohne Mutter ist "keine Sonne die mir scheint"
Die Tränen greiser Kinderschar
Les larmes d'une bande de vieux enfants
Ich zieh sie auf ein Weißes Haar
Je les sèche dans une chevelure blanche
Werf in die Luft die nasse Kette
Je jette ce cordon humide en l'air
Und wünsch mir dass ich eine Mutter hätte
J'aurais aimé avoir une mère


Keine Sonne die mir scheint
Aucun soleil ne m'illumine
Keine Brust hat Milch geweint
Aucune poitrine n'a pleuré de lait pour moi
In meiner Kehle steckt ein Schlauch
Dans ma gorge il y a un tube
Hab keinen Nabel auf dem Bauch
Je n'ai pas de nombril sur le ventre


Mutter (x4)
Maman (x4)


Ich durfte keine Nippel lecken
Je ne pouvais téter aucun sein
Und keine Falte zum verstecken
Je n'avais aucun repli pour m'abriter
Niemand gab mir einen Namen
Personne ne m'a donné de nom
Lezeugt in Hast und ohne Samen
Conçu à la hâte et sans semence


Der Mutter die mich nie geboren
La mère qui ne m'a jamais fait
Hab ich heute Nacht geschworen
J'ai juré cette nuit
Ich werd ihr eine Krankheit schenken
De la rendre malade
Und sie danach im Fluß versenken
Et ensuite de la noyer dans le fleuve


Mutter (x6)
Maman (x6)


In ihren Lungen wohnt ein Aal
Dans ses poumons loge une anguille
Auf meiner Stirn ein Muttermal
Sur mon visage il y a une tache de naissance
Entferne es mit Messers Kuss
Le baiser du couteau l'efface
Auch wenn ich daran sterben muss
Même si je dois mourir après
Auch wenn ich verbluten muss
Même si je dois me vider de mon sang


Mutter gib mir Kraft
Maman donne-moi la force

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Der Muttertag (Artikel von Klaus Kelle)

Message  nicoleP le Mer 12 Juin - 11:56

Liebe Odile und Freunde des Polyglottcafés
Ich habe den Text von Klaus Kelle mit grossem Interesse gelesen. Vielen Dank, Odile und mach weiter, bitte, wenn du Zeit und Lust dazu hast.

Arme Frauen, die meistens schief angesehen werden, weil sie sich trauen laut zu sagen, dass sie zu Hause bleiben, um ihre Kinder zu erziehen. Was für einen Beruf haben diese Mütter? "ohne" schreibt der Beamte auf offizielle  Formulare. Was für eine Frechheit! sollte dieser Beamte nicht lieber "Mutter" schreiben? Denn Kindererziehung ist kein einfacher" Beruf". Diese Mütter, die auf ihre Arbeit verzichten, verbringen "mit Hingabe und Liebe" so viel Zeit, um ihre Kinder zu ordentlichen Menschen zu erziehen. Diese Kinder werden später erwerbstätig sein und der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Ich bin auch der Meinung, dass "jeder Mensch seinen eigenen Weg zu einem glücklichen Leben wählen darf". Er darf sich auch nicht   von der Gesellschaft beeinflussen lassen. Dieser Beruf aber sollte vom Staat und von der Gesellschaft  anerkannt werden. Ja, die Mütter müssen ein vernünftiges Gehalt bekommen und nicht bei der Rente benachteiligt werden. So oft wird über die Gleichheit zwischen Menschen diskutiert: die Erwerbstätigkeit könnte auf gleicher Ebene wie die "Familientätigkeit" betrachtet werden. Was für ein schöner Fortschritt in der Gesellschaft!
Ich gratuliere dem Journalisten, der diesen Artikel geschrieben hat und die freie Wahl aller Mütter so wundervoll unterstützt.
P.S. Ich hatte  den Ausdruck "Heimchen am Herd" noch nie gehört. Es ist gemein!

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Der Muttertag (Artikel von Klaus Kelle)

Message  nicoleP le Mer 12 Juin - 12:23

nicoleP a écrit:Liebe Odile und Freunde des Polyglottcafés
Ich habe den Text von Klaus Kelle mit grossem Interesse gelesen. Vielen Dank, Odile und mach weiter, bitte, wenn du Zeit und Lust dazu hast.

Arme Frauen, die meistens schief angesehen werden, weil sie sich trauen laut zu sagen, dass sie zu Hause bleiben, um ihre Kinder zu erziehen. Was für einen Beruf haben diese Mütter? "ohne" schreibt der Beamte auf offizielle  Formulare. Was für eine Frechheit! sollte dieser Beamte nicht lieber "Mutter" schreiben? Denn Kindererziehung ist kein einfacher" Beruf". Diese Mütter, die auf ihre Arbeit verzichten, verbringen "mit Hingabe und Liebe" so viel Zeit, um ihre Kinder zu ordentlichen Menschen zu erziehen. Diese Kinder werden später erwerbstätig sein und der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Ich bin auch der Meinung, dass "jeder Mensch seinen eigenen Weg zu einem glücklichen Leben wählen darf". Er darf sich auch nicht   von der Gesellschaft beeinflussen lassen. Dieser Beruf aber sollte vom Staat und von der Gesellschaft  anerkannt werden. Ja, die Mütter müssen ein vernünftiges Gehalt bekommen und nicht bei der Rente benachteiligt werden. So oft wird über die Gleichheit zwischen Menschen diskutiert: die Erwerbstätigkeit könnte auf gleicher Ebene wie die "Familientätigkeit" betrachtet werden. Was für ein schöner Fortschritt in der Gesellschaft!
Ich gratuliere dem Journalisten, der diesen Artikel geschrieben hat und die freie Wahl aller Mütter so wundervoll unterstützt.
P.S. Ich hatte  den Ausdruck "Heimchen am Herd" noch nie gehört. Es ist ja gemein!
Bemerkung: Was ich geschrieben habe, gilt wesentlich der Familienpolitik in Deutschland. In Frankreich bekommt die Mutter das Kindergeld, besonders wenn sie 3 Kinder hat(ungefähr 800 Euro oder irre ich mich?) Man hört aber, dass diese Familienpolitik sich bald ändert. Ich bin gespannt, was daraus kommt!

nicoleP

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Der Muttertag (Artikel von Klaus Kelle)

Message  MurielB le Ven 14 Juin - 9:08

Liebe Odile Nicole Guilaine und Freunde des Polyglottcafés

Erziehen  ihre Kinder und zu Haus arbeiten ist wunderbar. Leider  ist es heute nicht mehr möglich
.
Pärchen  trennen sich und Frauen müssen Geld unabhängige bleiben. Der Ehemann könnte seinen Job verlieren, und die Frau selbst muss in


 diesem Fall das Geld verdienen.

Die Frau muss auch an ihre Rente denken...


Dernière édition par MurielB le Ven 14 Juin - 22:50, édité 1 fois

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty der Müttertag

Message  brigitteL le Ven 14 Juin - 21:46

Einmal im Jahr ehrt die Gesellschaft die Mütter aber im Rest des Jahres sind diese Mütter unbeachtet. Sich um seine Kinder mit Hingabe und
 
Liebe zu kümmern wird nicht als ein Beruf bei der Gesellschaft angesehen.  . Die Mutter, die zu Hause bleibt,um ihre Kinder in den rechten Weg

 zu erziehen  hat keine Rente.

 Damit die Mütter der Wirtsschaft zur Verfügung stehen, zwingt die Regierung Sie dazu, ihre Kinder in die Betreuung zu geben..
 

Die Regierung bevorzügt viel Geld für Krrppenplätze auszugeben.

Schade ! es ist so wichtig für ein kleines  Kind, mit seiner Mutter zu bleiben.
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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Der Muttertag

Message  odileD le Mar 18 Juin - 14:26

Liebe Germanophile des Polyglott-Cafés,


BrigitteL a écrit:Damit die Mütter der Wirtschaft zur Verfügung stehen, zwingt die Regierung sie dazu, ihre Kinder in die Betreuung zu geben..
So war auch die Politik der ehemaligen DDR. „Dort hat man den Frauen eingeredet, wer wegen der Familie zu Hause bleibe, sei dement“. Ist das nicht grotesk?
In Wirklichkeit hatte das Regime in der ehemaligen DDR großes Interesse, alle Frauen in die Prozesse der Volkswirtschaft zu integrieren. Dadurch war auch ein ausgeprägtes System von Ganztagskindergärten und Grundschulen notwendig gewesen. Allerdings muss man unterstreichen, dass dadurch der Staat auch einen intensiven Einfluss auf die Kindererziehung übte, um zukünftige Bürger regimetreu zu formen. Hingegen war es im Westen so: „eine gute Ehefrau und Mutter hat sich um ihre Kinder und Ehemann liebevoll zu kümmern“, und es ist bis heute nicht viel anders. Jedoch neigen viele Frauen dazu, lieber auf Kinder zu verzichten, weil sie nicht bereit sind, den Preis zu zahlen (d.h. auf ihren Beruf zu verzichten), und den gesellschaftlichen Druck, eine potentielle Rabenmutter zu sein, nicht aushalten...
Heutzutage werden im Osten sowie im Westen Deutschlands die Frauen nicht wirklich öffentlich ermutigt, zu Hause zu bleiben und Kinder auf die Welt zu bringen. Dafür reichen „Herdprämie“ und Kindergeld nicht aus, es sei denn der Mann verdient ganz gut und hat einen sicheren Arbeitsplatz.


Das Kindergeld in Deutschland (letzter Stand 2012)

was?

Personen, die in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben oder unbeschränkt einkommensteuer-
pflichtig sind, erhalten Kindergeld nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes.
Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird Kindergeld für alle Kinder gewährt, darüber hinaus nur unter bestimmten Voraussetzungen.
Als Kinder werden eigene bzw. adoptierte Kinder sowie Stiefkinder, Pflegekinder und Enkel berücksichtigt.
Vollwaisen, für die keiner anderen Person Kindergeld zusteht, können für sich selbst Kindergeld nach dem Bundeskinder-
geldgesetz beanspruchen.

wie viel?


Das Kindergeld beträgt monatlich für erste und zweite Kinder jeweils 184 EUR, für dritte Kinder 190 EUR und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 215 EUR. Eine Vollwaise erhält für sich selbst Kindergeld wie für ein erstes Kind.
Kindergeld kann grundsätzlich nur für Kinder gezahlt werden, die sich in Deutschland oder in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraumes aufhalten. Für im außereuropäischen Ausland lebende Kinder besteht nur ausnahmsweise und unter Umständen in geringerer Höhe Anspruch auf Kindergeld.
Kindergeld wird grundsätzlich nur für Kinder gezahlt, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Ältere Kinder werden nur berücksichtigt, wenn sie noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben und sich z.B. in Schul- oder Berufsausbildung befinden...

Wie hoch ist zurzeit das Kindergeld in Frankreich?

odileD

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Warum Geburtenförderung nichts bringt

Message  odileD le Lun 24 Juin - 19:44

Liebe Germanophile,
Liebe Freunde des Polyglott-Cafés,
Ich nehme an, dass folgender Artikel Euch genauso wie mich sehr interessieren wird. Er bestätigt ziemlich das, was ich schon geschrieben habe. Hier findet Ihr den Link:

Familienpolitik - Geburtenförderung


Gute Unterhaltung wünsche ich Euch!

odileD

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Mutter zu sein ist nicht unmodern

Message  odileD le Ven 11 Oct - 23:15

In Ergänzung zu unserem Thema über die Familie und die Familienpolitik in Deutschland schicke ich Euch einen Kommentar von Klaus Kelle, der heute in unserer Zeitung erschienen ist.
Ist das eigene Kind für die Mutter (und auch für den Vater) wichtiger als die Karriere ?
Wer ist dieser Meinung und wer nicht?

Mutter zu sein ist nicht unmodern
VON KLAUS KELLE - zuletzt aktualisiert: 11.10.2013 - 10:00
Kristina Schröder hat öffentlich vom Konflikt vieler Eltern zwischen Karriere und Kind gesprochen. Und sie hat ein Tabu gebrochen und sich entschieden – für ihr Kind.
Noch wissen wir nicht, wie sich die nächste Bundesregierung zusammensetzen wird. Sicher ist jedoch:
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wird dem neuen Kabinett nicht mehr angehören. Sie hat sich aus der ersten Reihe verabschiedet – mit einer Begründung, die aufhorchen lässt: "Ich kann in meinem Leben noch viel erleben, vieles auch nachholen, aber diese besonderen Stunden mit meiner Tochter kommen nie wieder." Ein Satz wie ein Ausrufezeichen! Das eigene Kind ist wichtiger als die Karriere. Dass ich so etwas einmal von einer prominenten deutschen Politikerin hören würde, habe ich nicht erwartet.
In Wahrheit spricht sie damit ein Thema an, das viele Menschen, meistens Frauen, umtreibt. Was ist wichtiger, ein toller Job mit Mordsgehalt? Oder das tiefe Glück, die ersten Schritte, die ersten Worte des eigenen Kindes mitzuerleben? Haben Sie schon mal einen erfolgreichen Menschen gehört, der im Herbst seines Lebens auf die Frage, was er oder sie versäumt hat, antwortete: Ich hätte gern noch weitere Tantiemen kassiert? Oder: Ich hätte gern noch den neuen A 8 gefahren? Die Wahrheit ist: Fast alle erfolgreichen Menschen sagen dann: Ich hätte gern mehr Zeit mit meinen Kindern verbracht. Und ich bin sicher, das ist die Wahrheit...
So wie Kristina Schröder es auch sagt:

…"Ich habe viele schöne Momente mit meiner Tochter verpasst".
Klaus Kelle setzt fort:

Und sie verzichtet auf Dienstwagen, Fahrer und Geld, um das zu ändern. Großartig! Sie ist jung genug, um später einen neuen Anlauf zu nehmen – wenn ihr Kind auf eigenen Beinen steht.
Seid Ihr der Meinung von Klaus Kelle?
Danke für Eure Kommentare

odileD

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Sagen Sie, was Sie meinen

Message  MurielB le Ven 22 Nov - 9:39

Hello Jill, Charline, colchique, Katy, Guilaine, ColdFusion, Odile, Marine, Nicole, Brigitte !
Jeden Donnerstag haben wir  Deutsch Unterricht mit Nicole um unser Deutsch zu verbessern . Gestern haben wir darüber diskutieren : "Deutsche sagen sehr direct was sie meinen". Die Deutschen mit einander direct reden aber reagieren empfindlich auf Kritik. Was meinen ihr ? Es ist nicht logisch nicht wahr. Sie kritisieren sehr gern aber haben nie gelernt Kritik zu formulieren.

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Was ist typisch deutsch? - Page 2 Empty Re: Was ist typisch deutsch?

Message  odileD le Mer 11 Déc - 23:02

Hallo! Liebe Freunde

Ich bin der Meinung von Nicole. Immer wieder habe ich feststellen müssen, dass die Kommunikation in Deutschland explizit ist. Das ist insofern von Vorteil, weil man in einem Gespräch stets weiß, woran man ist, und ich finde es sehr gut und hilfreich, eine klare Meinung zu hören, auch wenn diese nicht immer positiv ist. Tatsächlich zögert der Deutsche nicht, das zu sagen, was er meint und denkt, während der Franzose eher "um den heißen Brei herumredet". Aus Höflichkeit hatte ich mich anfangs in Deutschland immer wieder bemüht, meinen Kollegen im Büro etwas "zwischen den Zeilen" zu sagen, um sie nicht zu beleidigen oder gar zu verletzen. Bis ich merkte, dass die lieben Kollegen manchmal ungeduldig wurden. „Wo ist das Problem?“, fragten sie mich dann, „können Sie sich nicht klar äußern?“ So lernte ich, nicht mehr "um den Brei herumzureden", und übte die Kunst des direkten Dialogs. Nun muss ich bei den Franzosen sehr vorsichtig sein, weil sie diese Art der Kommunikation nicht mögen.
Ich persönlich kann nicht feststellen, dass die Deutschen keine Kritik ertragen können.
Danke für Eure Kommentare dazu.

odileD

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